Jahrgang 2017

 

Den 2017er Jahrgang kann man sehr leicht unter einem Begriff zusammenfassen: Hassliebe. Die Ausgangssituation war schon denkbar schlecht, nach einem Winter ohne große Niederschläge, folgte ein ebenso trockenes Frühjahr. Da die Rebe eine intelligente Pflanze ist stellte sie sich deswegen darauf ein weniger Trauben zu produzieren, denn es war nicht genug Wasser vorhanden um viele Trauben zu versorgen. Weiter ging es mit Frost Ende April, die Reben waren schon früh ausgetrieben und gerade im empfindlichen 3-5-Blatt-Statium folgte eine Woche mit 4 Frostnächten hintereinander. Hier kamen die selbst so frostunempfindlichen Steillagen nicht unbeschädigt davon. Nach einem mittelmäßigen Sommer, folgte eine etwas zu nasser Frühherbst, der zu einer weiteren Ertragsreduktion durch Edelfäule führte. Gut für die Süßweinqualität, schlecht für die Menge. Die wenigen Trauben reiften also sehr schnell, sodass wir erstmal in der Weingutshistorie mit der Rieslinglese im September (26.09.) begannen. Final kann man sagen, dass wir für alle Qualitäten und Geschmacksrichtungen sehr gut Trauben ernten konnten. Es waren halt nur viel zu Wenige. Aufgrund von kleinen Erweiterungen war 2017 die Ernte mit der größten Fläche des Weinguts jemals und zeitgleich quantitativ die kleinste Menge im Keller (-50%).

Die 2017er Weine zeichnen sich unserer Meinung nach durch eine sehr starke Konzentration, kein Wunder bei der geringen Erntemenge, bei gleichzeitig sehr ausgewogener Süße-Säure-Struktur aus.

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